Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung im Allgäu sollten Einheimische und Urlauber heute ernstnehmen!
Am 04.04.2026 wurde für verschiedene Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am 04.04.2026 um 15:00 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Allgäuer Voralpen, Allgäuer Alpen Mitte, Berchtesgadener Alpen, Ammergauer Alpen Nord, Bayrische Voralpen West und Werdenfelser Alpen. Die Warnung ist vorerst bis zum 05.04.2026 gültig.
"An Schattenhängen sind Trockenlawinen möglich."
"An Schattenhängen sind Trockenlawinen möglich."; teilte der Lawinenwarndienst in der Meldung mit. Zu den Folgen schreibt der Lawinenarndienst: "Die Lawinengefahr ist am Morgen mäßig und steigt im Laufe des Tages auf erheblich an. Die Hauptprobleme sind nasser und gleitender Schnee. Mittlere Gleitlawinen können sich jederzeit und in allen Expositionen aus sehr steilem Gelände mit glattem Untergrund wie Wald- oder Wiesenboden lösen. Bei Sonneneinstrahlung lösen sich nasser Lockerschnee und Schneebrettlawinen, insbesondere in extrem steilem Gelände. Sie erreichen mittlere Größe. Lawinenauslaufgebiete müssen erkannt und gemieden werden.
Oberhalb der Baumgrenze müssen an steilen, nach Norden und Osten ausgerichteten Hängen zudem Windplattenlawinen vermieden werden. Frische und ältere Schneeverwehungen können gelegentlich durch eine geringe zusätzliche Belastung als Plattenlawinen ausgelöst werden und erreichen mittlere Größe."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee, Gleitschneeproblem und Nassschneeproblem. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Die oft verkrustete Schneeoberfläche, die sich morgens bilden kann, wird in der Sonne schnell weich. Warme Temperaturen und Sonnenschein führen zu einer Durchfeuchtung des Schneedecks. In höheren Lagen (über 1500 m) sind die Neuschnee- und Triebschneedecken der letzten zwei Wochen weiterhin lawinengefährdet, insbesondere an Schattenhängen, auf weichen Schichten, Graupel oder facettierten Kristallen im Krustenbereich. Der Schneedeckensockel in hohen Lagen besteht oft aus facettierten Kristallen, weiter unten ist er meist nass." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen des deutschen Alpenraums individuell stark ausgeprägt.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 3 |
| Allgäuer Alpen | 3 |
| Ammergauer Alpen | 3 |
| Werdenfelser Alpen | 3 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 3 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 2 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 2 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 2 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 2 |
| Berchtesgadener Alpen | 3 |
Was bedeutet die Gefahrenmeldung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
- Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.
Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.
Wenn es auf eine trockene Schneedecke regnet, tritt das Problem in der Regel unmittelbar auf. Gutes Timing und eine gute Tourenplanung sind entscheidend bei der Lawinenvermeidung. Deshalb sollten Sie Lawinenauslaufbereiche beachten.
In der Nähe von Gleitschneerissen sollten Sie sich auf keinen Fall aufhalten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 04.04.2026 um 15:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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