Wladimir Putin unter Druck: Versprechen des Kreml-Chefs wankt - Putin setzt alles auf eine Karte

Wladimir Putins Versprechen an sein Volk, von einer weiteren Mobilmachung abzusehen, gerät Insidern zufolge ins Wanken. Offenbar bleibt dem Kreml-Chef keine Wahl mehr, als im Ukraine-Krieg ein umstrittenes Wagnis einzugehen.

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Die Angst vor einer erneuten Einberufungswelle greift in Russland um sich: Bereitet Wladimir Putin bereits eine neue Mobilisierungswelle vor? (Foto) Suche
Die Angst vor einer erneuten Einberufungswelle greift in Russland um sich: Bereitet Wladimir Putin bereits eine neue Mobilisierungswelle vor? Bild: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire | Gavriil Grigorov/Kremlin Pool
  • Wladimir Putin bereitet angeblich neue Mobilisierungswelle vor
  • Insider prognostizierten XXL-Mobilmachung nach Russland-Wahlen
  • Wladimir Putin könnte sein größtes Versprechen brechen

Welche Pläne schmiedet Wladimir Putin hinter dicken Kreml-Mauern wirklich? Die Gerüchte verdichten sich, dass der russische Präsident drauf und dran ist, eines seiner größten Versprechen an sein Volk zu brechen, denn in Russland greift die Angst vor einer erneuten Einberufungswelle um sich. Nach Informationen russischer Oppositionsmedien, die sich auf Kreml-nahe Quellen berufen, wird in der Präsidialverwaltung intensiv über eine neue Mobilisierung debattiert. Als möglicher Zeitpunkt wird dabei die Phase direkt nach den Parlamentswahlen im Oktober kolportiert.

Wladimir Putin soll neue Mobilisierungswelle planen

Eine endgültige Entscheidung sei zwar noch nicht getroffen worden. Doch ein Insider berichtet, dass die Vorbereitungen "für das, was niemals als Mobilmachung bezeichnet werden wird" bereits seit Monaten laufen. Unterm Strich könnte es dabei zum Bruch eines Versprechen kommen, das der Kreml-Chef seinem Volk hoch und heilig gab: Wladimir Putin hatte nach der sogenannten Teilmobilmachung 2022 wiederholt versichert, keine weiteren Reservisten einzuziehen. Dieses Versprechen könnte nun ins Wanken geraten. Denn das bisherige System der freiwilligen Rekrutierung stößt offenbar an seine Grenzen – Moskau steht unter wachsendem Druck.

Wladimir Putin hat Soldaten-Notstand - Kreml-Chef zu Mobilmachung gezwungen

Die Bereitschaft der Russen, sich freiwillig für den Kriegsdienst in der Ukraine zu melden, ist drastisch gesunken. Nach Schätzungen der deutschen Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) wurden im ersten Quartal 2026 täglich nur noch etwa 800 neue Verträge abgeschlossen – so wenige wie seit drei Jahren nicht mehr. Für das zweite Quartal rechnen Beobachter zwar mit einem leichten Anstieg auf rund 1000 Verträge pro Tag. Allerdings kommen diese offenbar zunehmend unter zweifelhaften Bedingungen zustande. Laut dem Exilmedium "Meduza" greifen die Wehrdienstämter verstärkt auf polizeiliche Unterstützung zurück, um ihre Quoten zu erfüllen. In einigen sibirischen Regionen wird Straffälligen demnach ein fragwürdiger Deal angeboten: Wer einen Wehrdienstvertrag unterschreibt, dem wird Straffreiheit in Aussicht gestellt.

Kreml-Chef zwingt Russen zu Kriegsdienst - Razzien und Zwangsrekrutierungen sorgen für Aufruhr

Parallel zu den fragwürdigen Deals mehren sich Berichte über gewaltsame Einberufungen. Ein kürzlich in sozialen Medien verbreitetes Video aus der Stadt Pensa, etwa 600 Kilometer südöstlich von Moskau, zeigt Männer in Zivilkleidung, die zusammen mit Uniformierten in einen Kleinbus verfrachtet werden. Vor dem Fahrzeug beklagen weinende Frauen, dass die Männer misshandelt worden seien.

Die Organisation Idite Lesom schildert, dass Männer in der Region willkürlich auf offener Straße aufgegriffen und abtransportiert würden. Anwohner hingegen behaupten, die Aktionen richteten sich gezielt gegen Personen, die sich dem Wehrdienst entziehen.

Die Qualität dieser Rekruten lässt jedoch zu wünschen übrig. Ein Soldat beschreibt gegenüber "Meduza" die Situation: "Manche kommen aus dem Gefängnis, andere von der Straße. Es sind Kriminelle – oft schon so alt und krank, dass sie kaum stehen können." Viele desertierten, die Einheiten blieben chronisch unterbesetzt.

Wladimir Putin setzt mit Mobilmachungsplan alles auf eine Karte

Für den Kreml-Chef birgt eine neue Mobilmachung erhebliche Gefahren. Bereits die Teilmobilmachung vor vier Jahren löste Proteste aus und trieb Hunderttausende Männer zur Flucht ins Ausland – Arbeitskräfte, die der Wirtschaft seither fehlen. Hinzu kommt: Die russische Bevölkerung spürt die Kriegsfolgen mittlerweile deutlich stärker als 2022 – ob an der Tankstelle, im Portemonnaie oder durch Drohnenangriffe in der Heimat. Putins Beliebtheitswerte sind entsprechend auf einem langjährigen Tiefpunkt angelangt.

Dennoch könnte der Kreml-Chef das Wagnis eingehen, um militärische Fortschritte in der Ukraine zu erzwingen. Die russische Armee tritt dort seit Monaten auf der Stelle. Militäranalyst Konrad Muzyka sieht kaum Alternativen: "Abgesehen von Atomwaffen glaube ich nicht, dass Moskau viel tun kann, um den Verlauf der Kämpfe wesentlich zu verändern – es sei denn, es kündigt eine weitere Teilmobilmachung an."

Auch diese Beiträge zu Wladimir Putin und dem Ukraine-Krieg sind einen Blick wert:

/news.de/stg

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