Donald Trump: Garnelen statt Geopolitik – Trump-Lager erntet Hohn und Spott für Grönland-Argument

Im Streit um Grönland sorgt ein Vertrauter von Donald Trump mit einem kuriosen Argument für Aufsehen. Die Annexion der Insel könne den USA angeblich sogar eine unbegrenzte Garnelenversorgung sichern.

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Trump-Vertrauter sorgt mit Grönland-Aussage für Verwunderung Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Trump-Vertrauter brachte "unendlich viele Garnelen" als Argument für Grönland ins Spiel
  • Trump begründet seine Ansprüche zudem mit Sicherheitsinteressen und Rohstoffen
  • Dänemark und die Mehrheit der Grönländer lehnen eine Übernahme entschieden ab

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Die Diskussionen um einen möglichen Erwerb Grönlands durch die USA haben eine ungewöhnliche Wendung genommen. Ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump soll den strategischen Nutzen der Insel unter anderem mit einem überraschenden Argument begründet haben: einer unbegrenzten Versorgung mit Garnelen.

Tom Dans, Vorsitzender der US-Arktisforschungskommission und früherer Berater der Trump-Regierung, erklärte laut "The New Yorker", die Kontrolle über die grönländische Fischerei könne den Zugang zu Meeresfrüchten erleichtern und ausländische Zwischenhändler ausschalten. Sein ungewöhnlicher Kommentar: "Man könnte bei Red Lobster wieder Garnelen satt anbieten."

USA hat Rohstoffe, Sicherheit und China im Fokus

Bislang hatte die Trump-Regierung ihre Ambitionen vor allem mit strategischen Interessen begründet. Dabei spielten Bodenschätze, die Lage Grönlands im Nordatlantik sowie der Einfluss Russlands und Chinas eine wichtige Rolle. Tom Dans, der während Trumps erster Amtszeit auch im US-Finanzministerium tätig war, soll zudem an einer Arbeitsgruppe beteiligt gewesen sein, die sich mit einer möglichen Übernahme des Territoriums beschäftigte. Obwohl er Grönland nach eigenen Angaben nie besucht hatte, bezeichnete er einen Erwerb als "eine einfache Transaktion". Er beschrieb die Insel mit ihren rund 57.000 Einwohnern als "vermögensreich, aber bargeldarm".

Donald Trump bekräftigte Anspruch auf Grönland

Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Donald Trump Interesse an Grönland bekundet. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus verschärfte der US-Präsident seine Rhetorik erneut. "Wir werden Grönland bekommen. Ja, hundertprozentig", erklärte Trump im März in einem Interview mit NBC News. Damals schloss er auch einen militärischen Einsatz nicht ausdrücklich aus. Später ruderte der Republikaner zurück und sprach stattdessen von "sofortigen Verhandlungen".

Dänemark weist Forderungen der USA entschieden zurück

Die Aussagen aus Washington stießen in Europa auf scharfe Kritik. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen machte deutlich, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe und forderte die USA auf, ihre Drohungen einzustellen. Das dänische Militär verstärkte angesichts der zunehmend scharfen Töne seine Präsenz auf der Insel.

Mehrheit lehnt eine Übernahme von Grönland durch die USA ab

Während internationale Spannungen und der Konflikt mit dem Iran zeitweise andere Themen in den Vordergrund rückten, liefen laut Medienberichten weiterhin Gespräche zwischen Vertretern der USA, Dänemarks und Grönlands. Eine Quinnipiac-Umfrage aus dem Januar zeigte jedoch, dass 86 Prozent der US-Bürger eine gewaltsame Übernahme Grönlands ablehnen. Auch unter den Einwohnern der Insel gibt es laut Umfragen kaum Unterstützung für entsprechende Pläne. Die Debatte um Grönland sorgt damit weiterhin für Aufregung – auch wenn die Vorstellung von "unendlich vielen Garnelen" selbst für politische Beobachter eher ungewöhnlich klingen dürfte.

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