Donald Trump: "Wir haben ihn!" US-Präsident jubelt nach Iran-Drama

Spektakuläre Rettung hinter feindlichen Linien: Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Iran ist nun auch der zweite Soldat in Sicherheit. US-Präsident Donald Trump feiert die riskante Operation als historischen Erfolg, doch die Bergung lief offenbar mitten durch ein gefährliches Gefechtsgebiet.

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Donald Trump jubelt über erfolgreiche Rettungsmission im Iran. (Foto) Suche
Donald Trump jubelt über erfolgreiche Rettungsmission im Iran. Bild: picture alliance/dpa/AP Pool | Alex Brandon
  • Auch der zweite Soldat des abgeschossenen US-Kampfjets F-15 wurde gerettet
  • Trump spricht von einer der kühnsten Rettungsmissionen der US-Militärgeschichte
  • Bei der nächtlichen Bergung soll es zu einem heftigen Feuergefecht gekommen sein

Es ist eine Nachricht, die direkt aus einem Kriegsthriller stammen könnte: Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Iran ist jetzt auch der zweite Soldat der Besatzung gerettet worden. US-Präsident Donald Trump verkündete die erfolgreiche Bergung persönlich auf seiner Plattform Truth Socialund wie so oft in maximaler Lautstärke. "Wir haben ihn", schrieb er in Großbuchstaben. Damit ist die Besatzung der am Freitag über dem Iran abgeschossenen F-15 nach US-Angaben vollständig in Sicherheit. Besonders brisant: Das US-Militär hatte die Rettung des ersten Crew-Mitglieds zunächst unter Verschluss gehalten, um die zweite Bergungsaktion nicht zu gefährden.

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Rettungsmission nach F-15-Abschuss überm Iran: Donald Trump spricht von historischer Militäraktion

 

Bei dem nun geborgenen Soldaten handelt es sich um einen hochrangigen Colonel. Nach Angaben Trumps wurde der Offizier bei dem Einsatz verletzt, befindet sich inzwischen aber außer Gefahr. Der Pilot der Maschine war bereits am Vortag aus dem Südwesten des Iran herausgeholt worden. Diese Information hielt das US-Militär zunächst zurück – offenbar aus taktischen Gründen. Die Lage galt als hochgefährlich: Während ein Mann bereits in Sicherheit war, lief für den zweiten Soldaten offenbar die Zeit.

Trump stilisierte die Aktion anschließend zu einer der spektakulärsten Rettungsmissionen der US-Streitkräfte. Er bezeichnete den Einsatz als eine der kühnsten Such- und Rettungsoperationen in der amerikanischen Militärgeschichte. Auf seinen Befehl hin seien Dutzende Flugzeuge mit den "tödlichsten Waffen der Welt" aufgestiegen, um den Colonel zu bergen. Der Soldat habe sich tief hinter feindlichen Linien in den rauen und schwer zugänglichen Bergregionen des Iran befunden. "Dieser tapfere Krieger wurde von unseren Feinden gejagt, die ihm stündlich näher kamen", schrieb Trump. Zugleich betonte er, der Mann sei nie wirklich auf sich allein gestellt gewesen: Die militärische Führung habe seinen Aufenthaltsort rund um die Uhr überwacht und die Rettung minutiös vorbereitet.

So gefährlich war die Rettung des US-Soldaten im Iran

Ganz ohne Gegenwehr lief die Operation offenbar nicht ab. Ein US-Beamter bestätigte gegenüber dem arabischen Sender "Al Jazeera", dass es während des nächtlichen Einsatzes zu einem heftigen Feuergefecht gekommen sei. Zusätzliche Brisanz brachte eine Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht: Demnach soll es in dem Gebiet, in dem sich der vermisste US-Soldat aufhielt, auch Luftangriffe gegeben haben. Damit wird klar: Diese Rettung war offenbar kein stiller Zugriff, sondern ein Einsatz unter extremem militärischen Druck.

Für das US-Militär war der Abschuss der Maschine offenbar ein Albtraumszenario. Laut "Axios" lieferten sich amerikanische Spezialkräfte und die Islamischen Revolutionsgarden über 36 Stunden hinweg ein dramatisches Wettrennen um den Aufenthaltsort des Offiziers im Südwesten des Iran. Besonders heikel: Iranische Medien hatten dem Bericht zufolge zuvor hohe Belohnungen für die Ergreifung des US-Soldaten ausgelobt. Wäre Teheran zuerst bei dem Colonel gewesen, hätte der Offizier nach Einschätzung von Experten schnell zu einem hochbrisanten Faustpfand werden können – mit enormer politischer und militärischer Sprengkraft.

Trump feiert Doppelrettung als Beweis amerikanischer Überlegenheit

Trump wertete den Einsatz anschließend nicht nur als Rettungserfolg, sondern auch als Demonstration amerikanischer Stärke. Nach seinen Angaben sei es das erste Mal in der Erinnerung des Militärs, dass zwei US-Piloten getrennt voneinander tief im feindlichen Territorium geborgen worden seien. Besonders wichtig für das Weiße Haus: Beide Operationen seien laut Trump ohne einen einzigen getöteten oder verwundeten amerikanischen Soldaten durchgeführt worden. Der Präsident sprach deshalb von einem Beweis für die "überwältigende Luftdominanz und Überlegenheit" der USA über dem iranischen Luftraum. Zum Abschluss setzte Trump noch eine politische Botschaft hinterher: "Wir werden niemals einen amerikanischen Kämpfer zurücklassen."

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/news.de/dpa/stg

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