Hitzedom rollt an: Deutschland vor 42-Grad-Hammer
Deutschland steuert auf ein brisantes Hitze-Wochenende zu: Meteorologen sehen Temperaturen von bis zu 42 Grad voraus. Damit könnten gleich zwei deutsche Hitzerekorde fallen. Doch nicht nur die Gluthitze macht Sorgen, auch Tropennächte und schwere Gewitter rücken näher.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Deutschland erlebt die bislang heftigste Hitzewelle des Jahres mit Temperaturen bis zu 42 Grad
- Am Wochenende könnten sowohl der Juni-Rekord als auch der deutsche Allzeit-Hitzerekord fallen
- Zusätzlich drohen Tropennächte, Unwetter und eine extreme Wärmebelastung für Millionen Menschen
Deutschland steckt mitten in der bisher heftigsten Hitzewelle des Jahres. Tag für Tag klettern die Temperaturen weiter nach oben, bis zum Wochenende wird die Lage immer extremer. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) soll die Hitze noch mindestens bis Sonntag anhalten. Teilweise droht extreme Wärmebelastung.
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Besonders der Westen und Südwesten des Landes ächzen unter der Gluthitze. "Wer im Südwesten bisher noch keine Klimaanlage hat, sollte sich noch rasch nach einer umschauen", warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber der "Bild". Ein baldiges Ende der extremen Temperaturen sei dort nicht absehbar. Die Ursache für die Hitzewelle liegt südlich der Alpen: Ein sogenannter Hitzedom wandert von Frankreich nach Deutschland. Unsere Nachbarn erlebten in den vergangenen Tagen bereits Spitzenwerte zwischen 41 und 43 Grad. Hinzu kommt hohe Luftfeuchtigkeit aus dem Mittelmeerraum, die das Schwülegefühl verstärkt. Auch im restlichen Bundesgebiet rechnen Experten bis in den Juli hinein mit wiederkehrenden Hitzephasen.
Bereits am Mittwoch (24.06.2026) erreicht die Hitze bedrohliche Ausmaße. Der DWD meldet für den Westen und Südwesten extreme Wärmebelastung. Vom Rheinland über das Saarland bis nach Baden-Württemberg werden Höchstwerte zwischen 34 und 39 Grad erwartet. Im Norden bleibt es mit 27 bis 34 Grad etwas erträglicher. Am Donnerstag (24.06.2206) verschärft sich die Situation weiter. In Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Teilen Nordrhein-Westfalens prognostizieren Meteorologen verbreitet mehr als 35 Grad. Lokal könnte das Thermometer erstmals auf 41 Grad steigen.
Über dem süddeutschen Bergland und an den Alpen sind am Mittwochnachmittag vereinzelte Hitzegewitter möglich. Der DWD warnt punktuell vor Starkregen mit etwa 20 Litern pro Quadratmeter, Hagel und stürmischen Böen. Ansonsten bleibt es heiter bis sonnig und überwiegend trocken.
Samstag könnte deutscher Hitzerekord fallen
Der Höhepunkt der Hitzewelle wird für das Wochenende erwartet. Am Freitag (26.06.2026) rückt entlang des Rheins zwischen Köln, Bonn, Koblenz, Mainz und Mannheim sowie in Teilen des Saarlands die 40-Grad-Marke in greifbare Nähe. Noch nie wurden in Deutschland im Juni solche Temperaturen gemessen – der bisherige Rekord für diesen Monat liegt bei 39,6 Grad, gemessen am 30. Juni 2019 in Bernburg. Am Samstag (27.06.2026) könnte es noch heißer werden. Im Saarland erscheinen nach aktuellen Prognosen sogar 42 Grad möglich. Damit wäre auch der absolute deutsche Temperaturrekord von 41,2 Grad in Gefahr, der am 25. Juli 2019 in Duisburg und Tönisvorst aufgestellt wurde. Die extreme Hitze verlagert sich zum Wochenende zunehmend ostwärts. Dann könnten auch Franken, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt die 40-Grad-Schwelle erreichen.
Tropische Nächte rauben den Schlaf
Die Hitze macht auch nachts keine Pause. In zahlreichen Regionen drohen sogenannte tropische Nächte, bei denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen. Besonders im Rheinland, Ruhrgebiet, Rhein-Main-Gebiet und entlang des Oberrheins können die nächtlichen Tiefstwerte sogar bei 20 bis 24 Grad liegen. Das Problem: Wohnungen und Gebäude können kaum noch auskühlen. Im Rhein-Main-Gebiet könnte der Tag bereits mit 25 Grad beginnen, bevor schon am Vormittag erneut die 30-Grad-Marke überschritten wird. Teilweise sinken die Temperaturen erst zwischen 22 Uhr und Mitternacht unter 30 Grad.
Unwetter drohen am Wochenende
Mit der extremen Hitze wächst auch die Gewittergefahr. Bereits am Freitagnachmittag und -abend können sich im Westen und Südwesten erste Schauer und Gewitter entwickeln. Der DWD warnt lokal vor Unwettern durch Starkregen und Hagel. Am Samstag steigt das Risiko weiter an. Im Westen und Nordwesten sind spätnachmittags und abends kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial möglich. Auch im Mittelgebirgsraum schließen die Meteorologen unwetterartige Entwicklungen nicht aus. Der Sonntag bringt dann eine deutliche Zunahme der Gewitteraktivität. Vor allem im Westen und Norden besteht erhöhtes Unwetterrisiko mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Gleichzeitig zeichnet sich im Nordwesten eine erste Entspannung ab: Die Temperaturen gehen dort auf 27 bis 30 Grad zurück – sommerlich warm, aber deutlich erträglicher als die Extremwerte der Vortage.
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bua/bos/news.de/dpa
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