Polizei-News Gelnhausen, 16.06.26: Falsche Polizeibeamte erbeuteten Schmuck und Gold - Kriminalpolizei sucht Zeugen

Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Gelnhausen gemeldet. Was ist heute passiert?

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Gewalt für das Presseportal Bild: Adobe Stock / roibu

Unter dem Vorwand, Wertgegenstände vor Straftätern in Sicherheit bringen zu müssen, haben Betrüger am Montagabend zwei Menschen aus Gelnhausen um Schmuck und Gold im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro gebracht.

Nach bisherigen Erkenntnissen meldete sich am Abend telefonisch ein Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab. Im Verlauf des Gesprächs spiegelte er den Angerufenen eine angebliche Gefahrenlage vor und behauptete, die Polizei müsse vorhandene Wertsachen vorübergehend sichern. Zudem kündigte er an, dass ein Mitarbeiter die Gegenstände entgegennehmen werde.

Gegen 19 Uhr erschien daraufhin ein junger Mann am vereinbarten Übergabeort im Godobertusweg und nahm zunächst Schmuck entgegen. Der Abholer wird als etwa 20 Jahre alter Mann mit dunklen, kurzen Haaren und leicht gebräuntem Teint beschrieben. Er sprach akzentfreies Deutsch. Nach der Übergabe entfernte er sich zu Fuß.Damit war die Tat jedoch noch nicht beendet. In weiteren Telefonaten bauten die Täter erneut Druck auf die Geschädigten auf und veranlassten sie dazu, zusätzliche Wertgegenstände herauszugeben. Kurz nach 21 Uhr kam es zu einer zweiten Übergabe, bei der unter anderem ein Goldbarren und mehrere Goldmünzen an den unbekannten Empfänger ausgehändigt wurden.

Die Kriminalpolizei in Hanau bittet nun Zeugen, die am Montagabend im Bereich des Godobertuswegs verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den beschriebenen Mann geben können, sich unter der Telefonnummer 06181 100-123 zu melden.

Die Beamtinnen und Beamten geben zudem erneut Ratschläge, wie man sich vor solchen Betrügereien schützt:

  • Die Polizei nimmt niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung entgegen.
  • Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Vermögenswerte oder vorhandene Wertgegenstände.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie verdächtige Gespräche.
  • Rufen Sie im Zweifel selbst die 110 an oder wenden Sie sich an eine Polizeidienststelle.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Ziehen Sie bei verdächtigen Anrufen Angehörige oder Vertrauenspersonen hinzu und sprechen Sie über die Forderungen der Anrufer.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Südosthessen vom 16.06.2026 gegen 06:09 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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